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WordPress Hosting: was Ihr Tarif für WordPress können muss

WordPress ist installiert, das Theme sieht gut aus, und dann lädt jede Seite fünf Sekunden. Oder das Kontaktformular verschickt keine Mails. Oder nach einem Update ist alles weiß. In den meisten Fällen ist nicht WordPress schuld. Es liegt am Tarif darunter. Gutes WordPress Hosting verhindert genau diese Probleme, und Sie müssen dafür nicht der teuerste Kunde sein.

Kurz gesagt: Für einen Blog, eine Vereinsseite oder einen kleinen Firmenauftritt reicht ein gutes Shared-Hosting-Paket. Passendes WordPress Hosting erkennen Sie im Tarifblatt an vier Angaben: PHP 8.3 oder neuer, mindestens eine Datenbank, 256 MB Arbeitsspeicher für PHP und ein kostenloses SSL-Zertifikat. Was darüber hinausgeht, ist Komfort. Sparen Sie nicht an diesen vier Punkten: Ein zu schwacher oder veralteter Tarif kostet später mehr als die paar Euro Unterschied, etwa durch eine langsame Seite, Fehler nach Updates oder im schlimmsten Fall eine gehackte Seite.

Was WordPress anders macht als eine einfache Webseite

Eine einfache Webseite besteht aus fertigen Dateien. Der Server holt sie aus dem Regal und schickt sie los, wie ein Bäcker, der Brötchen aus der Auslage reicht.

WordPress backt jedes Brötchen frisch. Bei jedem Aufruf startet ein kleines Programm in der Sprache PHP. Es holt Texte, Menüs und Einstellungen aus einer Datenbank, setzt sie in das Design ein und schickt erst dann die fertige Seite an den Browser. Das macht WordPress so flexibel: Sie ändern einen Text im Browser, und er ist sofort überall aktuell. Es macht WordPress aber auch anspruchsvoll. Der Server arbeitet bei jedem Besuch, nicht nur beim Ausliefern.

Schaubild: Ein Aufruf läuft vom Browser über den Webserver zu PHP und zur Datenbank. PHP und Datenbank sind die Stellen, an denen ein schwacher Tarif bremst

Aus dem Schaubild ergibt sich, wo ein Tarif bremsen kann: bei PHP, wenn zu wenig Rechenleistung oder Arbeitsspeicher zur Verfügung steht, und bei der Datenbank, wenn sie überlastet oder weit weg ist. Ein Cache ist die Abkürzung. Er hebt fertig gebackene Seiten auf und gibt sie beim nächsten Besucher sofort heraus, ohne dass PHP und Datenbank noch einmal arbeiten müssen.

Die Technik, die WordPress Hosting mitbringen muss

Vier Punkte sind Pflicht. Fehlt einer, läuft WordPress gar nicht oder nur mit Ärger.

PHP in einer aktuellen Version

WordPress ist in PHP geschrieben. Jede PHP-Version bekommt zwei Jahre lang Fehlerkorrekturen und danach zwei weitere Jahre nur noch Sicherheitsupdates. PHP 8.1 erhält seit Ende 2025 gar keine Updates mehr, PHP 8.2 noch bis Ende 2026 und PHP 8.3 bis Ende 2027. Ein guter Tarif lässt Sie die PHP-Version im Kundenmenü selbst wählen und bietet die aktuellen Versionen an. Als dieser Text entstand, empfahl WordPress PHP 8.3 oder neuer. Die aktuelle Empfehlung steht auf der offiziellen Seite von WordPress unter „Requirements“. Im Kundenmenü finden Sie die Einstellung meist unter einem Punkt wie „PHP-Version“ oder „PHP-Einstellungen“, dort wählen Sie die Version aus einer Liste.

Eine MySQL- oder MariaDB-Datenbank

Ohne Datenbank kein WordPress. Gefragt ist MySQL ab Version 8.0 oder eine aktuelle MariaDB. Achten Sie darauf, dass mindestens eine Datenbank im Paket steckt und nicht extra kostet. Wer später eine zweite Seite oder eine Testkopie anlegen will, braucht mehr als eine.

Genug Arbeitsspeicher für PHP

Jedes Plugin braucht Arbeitsspeicher. Den Wert nennen Anbieter oft „PHP memory_limit“. WordPress selbst kommt mit wenig aus. Ein guter Wert für eine kleine Seite ist 256M, also 256 Megabyte. Mit 128M läuft ein schlichter Blog meist auch, mit Seitenbaukästen wie Elementor oder einem Shop mit WooCommerce wird es dann aber eng. Fragen Sie nach dem Wert, wenn er nicht in der Leistungsbeschreibung steht. Ist er zu niedrig, sehen Sie bei Fehlern oft nur eine weiße Seite.

Ein SSL-Zertifikat

Ohne Verschlüsselung zeigen Browser eine Warnung, und der Login ins Backend geht unverschlüsselt durchs Netz. Ein kostenloses Zertifikat gehört heute in jeden Tarif. Wie das funktioniert, erklärt die Seite zum SSL-Zertifikat.

So sieht das in einem Tarifblatt aus

Anbieter schreiben die Werte unterschiedlich auf, gemeint ist aber dasselbe. Die folgende Übersicht zeigt Beispielwerte, mit denen eine kleine WordPress-Seite gut läuft. Halten Sie sie beim Lesen eines Angebots daneben.

Beispielwerte für WordPress Hosting: PHP 8.3 oder neuer, memory_limit 256M, MySQL 8.0 oder MariaDB, SSD-Speicher ab 10 GB, tägliches Backup, kostenloses SSL

Was guten von ausreichendem WordPress Hosting unterscheidet

Die vier Pflichtpunkte erfüllt fast jeder Tarif. Den Unterschied im Alltag machen diese Funktionen. Sie sind nach Nutzen geordnet.

  1. Automatische Backups mit Rücksicherung per Klick. Geht ein Update schief, holen Sie den Stand von gestern zurück, ohne auf den Support zu warten. Mehr dazu im Ratgeber Website Backup.
  2. Testkopie, auch Staging genannt. Eine Kopie Ihrer Seite, auf der Sie Updates erst ausprobieren. Klappt alles, übernehmen Sie die Änderung.
  3. Serverseitiger Cache. Der Hoster hält fertige Seiten bereit. Das ist schneller als jedes Cache-Plugin.
  4. Installation per Klick. Bequem, aber kein Muss. WordPress lässt sich auch in wenigen Minuten von Hand installieren.
  5. SSH-Zugang. Für Fortgeschrittene, die WordPress über die Kommandozeile pflegen. Als Einsteiger brauchen Sie das nicht.

Normales Webhosting oder Managed WordPress Hosting?

Viele Anbieter haben zwei Arten von Tarifen. Beim normalen Webhosting bekommen Sie Speicherplatz, PHP und eine Datenbank und installieren WordPress selbst. Beim Managed WordPress Hosting übernimmt der Anbieter einen Teil der Pflege. Das Wort „managed“ heißt nichts anderes als „betreut“.

Tabelle: Aufgabenverteilung zwischen Ihnen und dem Hoster bei normalem Webhosting und bei Managed WordPress Hosting

Wer einmal im Monat nach Updates schaut, kommt mit normalem Webhosting gut zurecht. Das gilt für die meisten privaten Seiten, Blogs und kleinen Firmenauftritte. Ein solcher Tarif läuft fast immer als Shared Hosting, und das reicht für WordPress mit überschaubarem Besuch völlig aus.

Managed Hosting lohnt sich, wenn Ihre Seite Geld verdient und ein Ausfall teuer wäre, oder wenn Sie sich um Technik schlicht nicht kümmern wollen. Lesen Sie dabei die Liste der verbotenen Plugins. Manche Anbieter schließen Plugins aus, die sich mit ihrem Cache oder ihren Backups beißen.

Was WordPress-Seiten langsam oder angreifbar macht

Updates liegen lassen. Die meisten gehackten WordPress-Seiten nutzen veraltete Plugins. Ein Update dauert Minuten, eine Bereinigung Tage.

Zu viele Plugins. Jedes Plugin ist zusätzlicher Code, der bei jedem Aufruf mitläuft. Löschen Sie, was Sie nicht nutzen, statt es nur zu deaktivieren.

Riesige Bilder. Ein Foto direkt aus dem Handy wiegt mehrere Megabyte. Verkleinern Sie Bilder vor dem Hochladen. Große Bilder sind der häufigste Grund für langsame Seiten.

Kein Backup außerhalb des Servers. Fällt der Server aus oder wird der Vertrag gekündigt, ist eine Sicherung auf demselben Server weg.

Admin-Name „admin“. Angreifer probieren genau diesen Namen zuerst. Wählen Sie bei der Installation einen anderen und ein langes Passwort.

WordPress oder lieber ein Baukasten?

WordPress ist mächtig, verlangt aber Pflege. Wenn Sie nur fünf Seiten brauchen und nie ein Plugin installieren wollen, ist ein Homepagebaukasten oft die entspanntere Wahl. Den direkten Vergleich mit allen Vor- und Nachteilen finden Sie unter Baukasten oder WordPress.

Häufige Fragen zum WordPress Hosting

Was ist der Unterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org?

WordPress.org bietet die kostenlose Software, die Sie auf Ihrem eigenen Webspace installieren. WordPress.com ist ein Dienst, der WordPress für Sie betreibt, ähnlich wie ein Baukasten. Hier geht es um den ersten Fall.

Welche PHP-Version brauche ich für WordPress?

Nehmen Sie die neueste Version, die Ihr Tarif anbietet und mit der Ihr Theme und Ihre Plugins laufen. Als dieser Text entstand, war das PHP 8.3 oder 8.4. Vor dem Umstellen lohnt ein Backup, falls ein altes Plugin nicht mitspielt.

Wie viel Speicherplatz braucht WordPress?

WordPress selbst ist klein. Den Platz belegen Bilder, Backups und Plugins. Für einen Blog mit vielen Fotos sollten Sie großzügiger planen als für eine Firmenseite mit wenigen Unterseiten.

Kann ich WordPress auf dem billigsten Tarif betreiben?

Technisch oft ja. Prüfen Sie aber den Preis nach dem ersten Jahr, die PHP-Version und ob Backups enthalten sind. Billig wird schnell teuer, wenn die Seite ausfällt.

Brauche ich einen eigenen Server für WordPress?

Für die allermeisten Seiten nicht. Einen vServer brauchen Sie erst, wenn Shared Hosting dauerhaft an seine Grenzen stößt, etwa bei einem großen Shop.

Kann ich mit WordPress später den Anbieter wechseln?

Ja. Sie ziehen Dateien und Datenbank um und stellen die Domain um. Wie das ohne Ausfall gelingt, zeigt der Ratgeber Website umziehen.

So finden Sie Ihren Tarif

Schreiben Sie auf, was Ihre Seite tun soll: Blog, Firmenseite oder Shop. Legen Sie dann die Tarifblätter von zwei oder drei Anbietern neben die Beispielwerte oben. Preis nach dem ersten Jahr, Support und Laufzeit prüfen Sie mit der Checkliste zur Wahl des Webhosters.

Läuft WordPress, kommt die zweite Baustelle: Tempo. Ein guter Tarif hilft nur, wenn Bilder und Plugins nicht bremsen.

Jetzt weiterlesen: So machen Sie Ihre Webseite schneller