Was ist eine Domain?
Eine Domain ist die Adresse, unter der eine Webseite erreichbar ist. Technisch hängt dahinter eine IP-Adresse wie 123.45.67.8 – eine Zahlenfolge, die sich niemand merken will. Sie legt einen lesbaren Namen darüber. Statt der Ziffern tippt man www.testseite.de, und der Browser findet denselben Server.
Jede Domain gibt es nur einmal. Wer testseite.de registriert hat, hält sie, solange er sie bezahlt. Eine andere Person kann parallel testseite.com besitzen. Gleicher Name, andere Endung, zwei getrennte Adressen ohne jeden Zusammenhang.
Wie aus dem Namen eine Adresse wird
Zwischen Eingabe und Seitenaufruf liegt eine Abfrage, die niemand mitbekommt. Der Browser fragt einen Nameserver, welche IP-Adresse dazu gehört. Erst mit dieser Antwort kann er den Server ansprechen, auf dem die Seite liegt. Dieses Verzeichnis nennt man DNS.
Daraus folgt eine Eigenschaft, die im Alltag oft überrascht: Änderungen brauchen Zeit. Zeigt der Name auf einen neuen Server, dauert es je nach Einstellung Minuten bis Stunden, bis das überall angekommen ist. In dieser Zeit sehen manche Besucher noch die alte Seite.
Endungen: .de, .com und der Rest
Die Endung heisst Top-Level-Domain, kurz TLD. Gebräuchlich sind:
- .de
- .com
- .net
- .org
Meist steckt ein Ländercode darin: .de für Deutschland, .it für Italien. Andere Endungen benennen einen Zweck, etwa .org für Organisationen. Die meisten TLDs kann jeder beantragen. Die Preise unterscheiden sich allerdings erheblich, je nach Endung um ein Vielfaches.
Name und Endung zusammen ergeben den Fully Qualified Domain Name, kurz FQDN. Wenn in Bestellformularen von FQDN die Rede ist, ist genau diese vollständige Adresse gemeint.
Subdomains für mehrere Auftritte
Eine Subdomain wird dem Namen vorangestellt: shop.testseite.de. Das lohnt sich, wenn eine Firma mehrere Auftritte trennen will, ohne jedes Mal eine neue Adresse zu registrieren. Eine englische Fassung liegt dann etwa unter en.testseite.org, die deutsche unter de.testseite.org.
Wie viele Subdomains möglich sind, hängt vom Tarif ab. Das unterscheidet sich je Webspace-Anbieter deutlich, und in kleinen Paketen ist die Zahl oft knapp bemessen.
Eine Domain wird gemietet, nicht gekauft
Registriert wird meist über den Hosting-Anbieter. Im Bestellvorgang wählt man den Wunschnamen, der Anbieter reicht ihn bei der zuständigen Stelle ein und koppelt ihn mit dem gemieteten Webspace.
Wichtig ist der rechtliche Teil: Die Domain geht nicht in Ihren Besitz über. Sie wird für einen festgelegten Zeitraum überlassen. Läuft der Vertrag ab und wird nicht verlängert, ist der Name wieder frei und kann von jedem anderen registriert werden. Genau so verlieren Firmen gelegentlich eine Adresse, die sie jahrelang genutzt haben.
Was einen brauchbaren Domainnamen ausmacht
Kurz ist besser als vollständig. Ein Name, den man am Telefon buchstabieren muss, kostet jeden Tag Besucher. Bindestriche und Zahlen machen das schlimmer, weil sie beim Vorlesen verschwinden.
Prüfen Sie vor der Registrierung, ob der Name Rechte Dritter verletzt. Ein eingetragener Markenname darin führt schnell zu einer Abmahnung, und der Aufwand dafür ist größer als die Suche nach einer Alternative.
Häufige Fragen zur Domain
Brauche ich für jede Webseite eine eigene Domain?
Nein. Technisch reicht eine Subdomain des Anbieters. Für einen ernsthaften Auftritt ist eine eigene Domain trotzdem sinnvoll, weil sie beim Anbieterwechsel mitgeht.
Was ist der Unterschied zwischen Domain und Webhosting?
Die Domain ist die Adresse, das Webhosting ist der Platz für die Dateien. Beides wird getrennt vergeben und kann getrennt gewechselt werden.
Kann ich eine Domain zu einem anderen Anbieter umziehen?
Ja. Sie brauchen dazu einen Freigabecode vom bisherigen Anbieter. Der Name bleibt derselbe, nur die Zuständigkeit wechselt.
Was passiert mit den E-Mail-Adressen?
Sie hängen an derselben Adresse und müssen beim Umzug mitgedacht werden. Wer das vergisst, verliert während der Umstellung Nachrichten.
Ist eine .de-Domain besser als .com?
Für ein deutsches Publikum ja, weil die Endung Herkunft signalisiert. Wer international auftritt, fährt mit .com besser. Beides zu registrieren ist der übliche Weg, wenn das Budget es zulässt.
Der nächste Schritt
Eine Domain allein zeigt noch keine Seite. Dazu gehört Speicherplatz auf einem Server. Worauf es bei der Auswahl ankommt, steht hier: Jetzt den passenden Webhoster finden. Wer ohne eigene Technik starten möchte, findet im Homepagebaukasten-Vergleich die einfachere Variante.