Webhosting für die private Homepage
Für eine private Homepage braucht man wenig. Wer nur Name, Kontakt und ein paar Sätze über sich ins Netz stellen will, kommt mit 5 bis 10 MB Webspace aus. Das ist weniger, als ein einzelnes Handyfoto belegt.
Trotzdem lohnt ein Blick auf zwei Punkte, bevor Sie buchen: Wie wird der Speicherplatz gerechnet, und was kostet die E-Mail-Adresse?
Wie der Speicherplatz gezählt wird
Überlegen Sie zuerst, ob Sie eine E-Mail-Adresse brauchen. Entscheidend ist dann die Frage, ob deren Postfach auf den Webspace angerechnet wird. Fragen Sie beim Webhoster direkt nach. Damit prüfen Sie gleich mit, wie schnell und wie brauchbar der Support antwortet.
Wird alles zusammengerechnet, sollten Sie ungefähr 55 bis 60 MB Webspace einplanen. E-Mails sammeln sich mit den Jahren an, und ein volles Postfach nimmt der Webseite den Platz weg.
Den meisten Platz belegen Fotos in Originalgröße. Wer sie vor dem Hochladen verkleinert, kommt mit einem kleinen Paket lange aus.
Kontaktformular oder E-Mail-Adresse im Text
Ein Kontaktformular senkt die Hürde: Besucher schreiben eher, wenn sie kein Mailprogramm öffnen müssen. Wenn Sie eines einsetzen wollen, ist ein PHP-Skript die naheliegende Lösung. Solche Skripte gibt es meist kostenlos oder für wenig Geld.
Prüfen Sie vorher, ob der Tarif PHP überhaupt erlaubt. Bei den kleinsten Paketen ist das nicht immer der Fall, und ohne PHP läuft kein Formular.
Die Alternative ist die E-Mail-Adresse im Klartext. Sie ist einfacher, wird aber von automatisierten Sammlern gefunden und bringt Werbepost.
Wie Sie ein Postfach mit Ihrer Domain einrichten, steht unter eigene E-Mail-Adresse.
Was Sie für eine private Homepage nicht brauchen
Viele Angebote werben mit Leistungen, die für eine Visitenkarte im Netz ohne Bedeutung sind.
Eine Datenbank. Nötig ist sie erst, wenn Inhalte gespeichert werden, etwa in einem Forum oder Shop. Ein paar feste Seiten kommen ohne aus.
Unbegrenzter Traffic. Eine private Seite mit wenigen Besuchern am Tag reizt kein Limit aus, auch kein kleines.
Mehrere Domains. Eine Adresse genügt. Weitere Domains kosten jährlich, ohne dass jemand sie aufruft.
Was auf eine private Homepage gehört
Eine Visitenkarte im Netz braucht wenige Angaben, aber die sollten vollständig sein.
Wer Sie sind und was Sie machen. Zwei oder drei Sätze genügen. Wer hier ausschweift, verliert den Leser nach der ersten Zeile.
Ein Weg, Sie zu erreichen. Kontaktformular oder E-Mail-Adresse, mehr nicht. Eine Telefonnummer nur, wenn Sie Anrufe wollen.
Ein Bild. Ein Foto oder eine Grafik reicht. Verkleinern Sie es vorher, sonst lädt die Seite auf dem Handy spürbar langsamer.
Sobald die Seite gewerblich genutzt wird, kommt ein Impressum mit Pflichtangaben dazu. Bei einer rein privaten Seite ohne geschäftlichen Zweck ist das anders geregelt. Im Zweifel klären Sie das, bevor die Seite online geht, nicht danach.
Für einen Verein kommen eigene Fragen dazu, etwa zu Fotos von Mitgliedern und zum Datenschutz. Die Antworten stehen auf der Seite Vereinswebseite erstellen und hosten.
Häufige Fragen zur privaten Homepage
Reicht ein kostenloses Angebot?
Für eine Übungsseite ja. Sobald die Adresse auf einer Visitenkarte steht, sollten Sie ein bezahltes Paket nehmen: Bei Gratistarifen gehört die Adresse oft dem Anbieter. Mehr dazu steht hier: Jetzt nachlesen, wo bei kostenlosem Webhosting die Falle liegt.
Brauche ich eine eigene Domain?
Zwingend nicht, sinnvoll schon. Eine eigene Adresse wirkt seriöser und geht beim Anbieterwechsel mit.
Wie Sie eine Adresse sichern, zeigt die Anleitung Domain registrieren.
Wie viel Speicherplatz belegen Bilder?
Deutlich mehr als Text. Wer Fotos zeigen will, sollte sie vor dem Hochladen verkleinern. Ein Bild in Bildschirmgröße reicht für eine Webseite völlig.
Was ist mit Wartung?
Feste HTML-Seiten brauchen kaum welche. Sobald ein Redaktionssystem im Spiel ist, kommen Sicherheitsaktualisierungen dazu. Wer sich damit nicht befassen will, ist mit einem Homepagebaukasten besser bedient.
So finden Sie das passende Paket
Schreiben Sie auf, was die Seite enthalten soll, und suchen Sie das kleinste Angebot, das das abdeckt. Nach oben lässt sich später wechseln. Worauf es beim Anbieter ankommt, steht in der Checkliste zur Wahl des Webhosters. Die Grundlagen erklärt Was ist Webhosting.