Website Header

Webhosting Glossar: die wichtigsten Begriffe einfach erklärt

Sie wollen nur eine Webseite, und das Tarifblatt liest sich wie eine Fremdsprache: SSD-Webspace, MySQL, PHP, SSH, MX-Eintrag. Dieses Webhosting Glossar erklärt die Begriffe, die Ihnen beim Hosting wirklich begegnen, kurz und ohne Fachchinesisch. Tippen Sie auf einen Buchstaben, um direkt dorthin zu springen.

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Für den Anfang reichen fünf Begriffe: Domain, Webspace, Postfach, SSL und Backup. Alles andere schlagen Sie im Webhosting Glossar nach, wenn es Ihnen begegnet.

A

Alias, Weiterleitung

Eine zusätzliche Adresse, deren Mails in einem anderen Postfach landen.

A-Record, CNAME, MX, TXT

Arten von Einträgen im DNS, die festlegen, wohin Webseite und E-Mail zeigen.

Auth-Code, AuthInfo

Ein Freigabecode, mit dem Sie eine Domain zu einem anderen Anbieter umziehen. Bei .de gilt er höchstens 30 Tage.

AV-Vertrag, AVV

Der Vertrag zur Auftragsverarbeitung, den Sie mit Ihrem Hoster schließen müssen. Mehr unter Serverstandort Deutschland.

↑ zurück zu A bis Z

B

Backup

Eine Sicherungskopie Ihrer Seite. Achten Sie darauf, wie weit sie zurückreicht.

↑ zurück zu A bis Z

C

Cache

Ein Zwischenspeicher für fertige Seiten, der Ihre Seite schneller macht. Siehe Ladezeit verbessern.

CDN

Ein Netz aus Servern an vielen Orten, das Bilder und Dateien aus der Nähe der Besucher ausliefert. Lohnt sich vor allem bei Besuchern aus vielen Ländern.

Cronjob

Eine Aufgabe, die der Server zu festen Zeiten von selbst startet, etwa ein nächtliches Backup oder der Versand von Bestellmails.

↑ zurück zu A bis Z

D

Datenbank, MySQL, MariaDB

Ein Speicher für Inhalte, die Programme wie WordPress oder Shops verwalten.

DNS

Das Domain Name System, eine Art Telefonbuch, das Domains in IP-Adressen übersetzt.

DNSSEC

Eine Erweiterung des DNS, die Antworten digital unterschreibt. So kann niemand unterwegs eine falsche Adresse unterschieben.

Domain

Die Adresse Ihrer Webseite, etwa ihr-name.de. Grundlagen unter Was ist eine Domain.

Domaininhaber

Die Person oder Firma, der die Domain rechtlich zusteht. Sollten immer Sie sein. Mehr unter Domain registrieren.

DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung der EU. Sie gilt auch für Webseiten.

↑ zurück zu A bis Z

F

FTP, SFTP

Verfahren, um Dateien zwischen Ihrem Rechner und dem Webspace zu übertragen. SFTP ist die verschlüsselte Variante.

↑ zurück zu A bis Z

H

Homepagebaukasten

Ein Dienst, bei dem Sie Ihre Seite im Browser zusammenklicken und Hosting gleich dabei ist.

Hoster, Provider

Die Firma, die den Server betreibt und Ihnen den Speicherplatz vermietet.

HSTS

Eine Anweisung an den Browser, eine Seite für eine festgelegte Zeit nur noch verschlüsselt aufzurufen.

HTTP/2, HTTP/3

Neuere Übertragungsverfahren zwischen Browser und Server, die viele Dateien gleichzeitig laden. Browser nutzen sie nur über HTTPS.

↑ zurück zu A bis Z

I

IMAP

Abrufverfahren, bei dem Mails auf dem Server bleiben und alle Geräte denselben Stand zeigen.

Inklusiv-Domain

Eine Domain, die im Tarifpreis enthalten ist. Fragen Sie, ob Sie sie bei einem Wechsel mitnehmen können und was sie danach einzeln kostet.

Inodes

Die Zahl der Dateien und Ordner, die Sie anlegen dürfen. Viele kleine Dateien, etwa aus Cache-Plugins oder alten Backups, können dieses Limit füllen, bevor der Speicher voll ist.

IP-Adresse

Die Zahlenadresse eines Geräts im Internet, etwa 203.0.113.10.

↑ zurück zu A bis Z

K

Kundenmenü, Control Panel

Die Oberfläche im Browser, in der Sie Domains, Postfächer und Einstellungen verwalten.

↑ zurück zu A bis Z

L

Laufzeit, Mindestvertragslaufzeit

Wie lange Sie mindestens zahlen. Ein günstiger Einstiegspreis gilt oft nur für die erste Laufzeit. Lesen Sie, was der Tarif danach kostet.

Let’s Encrypt

Eine gemeinnützige Stelle, die kostenlose Zertifikate ausstellt.

↑ zurück zu A bis Z

M

Managed

Betreut. Der Anbieter übernimmt Updates und Pflege.

memory_limit

Wie viel Arbeitsspeicher ein einzelnes PHP-Programm nutzen darf. Für eine kleine WordPress-Seite ist 256M ein guter Wert, Shops brauchen oft mehr.

↑ zurück zu A bis Z

N

Nameserver

Der Server, der die DNS-Einträge Ihrer Domain bereithält.

↑ zurück zu A bis Z

O

OPcache

Ein Zwischenspeicher, in dem PHP bereits übersetzten Programmcode aufhebt. Er beschleunigt WordPress und Shops ohne Ihr Zutun und ist bei guten Hostern eingeschaltet.

↑ zurück zu A bis Z

P

PHP

Eine Programmiersprache, in der WordPress und viele Shops geschrieben sind. Der Tarif sollte eine aktuelle Version anbieten.

phpMyAdmin

Ein Werkzeug im Kundenmenü, mit dem Sie Datenbanken ansehen, sichern und einspielen.

POP3

Älteres Abrufverfahren, bei dem Mails auf ein Gerät heruntergeladen werden.

Postfach

Der Speicherplatz für die Mails einer Adresse. Ist es voll, kommen neue Mails an den Absender zurück. Achten Sie deshalb auf die Größe pro Postfach.

↑ zurück zu A bis Z

R

Rechenzentrum

Ein Gebäude mit vielen Servern, Notstrom, Kühlung und schneller Internetanbindung.

Registrar

Der Anbieter, über den Sie eine Domain registrieren. Meist Ihr Hoster.

Registry, Vergabestelle

Die Stelle, die das Verzeichnis einer Endung führt. Für .de ist das die DENIC.

Ressourcenlimits

Obergrenzen eines Tarifs für Rechenzeit (CPU), Arbeitsspeicher (RAM) und gleichzeitig laufende Prozesse. Wer sie dauerhaft überschreitet, wird gebremst.

Reverse DNS, PTR-Eintrag

Die umgekehrte Richtung des DNS: Zu einer IP-Adresse wird der passende Name abgefragt. Viele Mailserver prüfen das, bevor sie Post annehmen.

Root-Server, dedizierter Server

Ein ganzer physischer Server nur für Sie.

↑ zurück zu A bis Z

S

Server

Ein Computer, der ständig läuft und Daten an andere Computer ausliefert. Er steht in einem Rechenzentrum.

Serverstandort

Das Land, in dem der Server steht. Er beeinflusst Datenschutz und Ladezeit.

Shared Hosting

Viele Webseiten teilen sich einen Server. Günstig und für die meisten Seiten ausreichend.

SMTP

Das Verfahren zum Versenden von Mails.

Snapshot

Ein Abbild eines ganzen Servers zu einem Zeitpunkt.

SNI

Eine Technik, mit der ein Server für viele Domains auf derselben IP-Adresse jeweils das passende Zertifikat ausliefert. Deshalb funktioniert SSL auch im Shared Hosting.

SPF, DKIM, DMARC

Einträge im DNS, die belegen, dass Mails wirklich von Ihnen kommen. Ohne sie landen Mails häufiger im Spam. Mehr unter eigene E-Mail-Adresse.

SSD, NVMe

Schnelle Speichertechniken ohne bewegliche Teile.

SSH

Ein verschlüsselter Zugang zur Textkonsole des Servers. Für Fortgeschrittene.

SSL, TLS

Verschlüsselung zwischen Browser und Server, zu erkennen an https:// und dem Schloss. Mehr unter SSL-Zertifikat.

Staging

Eine Testkopie Ihrer Seite, auf der Sie Änderungen gefahrlos ausprobieren.

Subdomain

Ein vorangestellter Teil der Adresse, etwa shop.ihr-name.de.

↑ zurück zu A bis Z

T

Tarif, Paket

Das Angebot des Hosters mit festgelegter Leistung und Preis.

TLD, Top-Level-Domain

Die Endung einer Domain wie .de, .com oder .org.

Traffic

Die Datenmenge, die Ihre Seite an Besucher ausliefert. Viele Tarife werben mit unbegrenztem Traffic. Lesen Sie trotzdem nach, ob eine Klausel zur fairen Nutzung gilt.

Transfer, Providerwechsel

Der Umzug einer Domain zu einem anderen Anbieter.

TTL

Die Zeit, wie lange eine DNS-Antwort zwischengespeichert wird. Erklärt, warum Änderungen nicht sofort wirken.

↑ zurück zu A bis Z

V

Verfügbarkeit, Uptime

Der Anteil der Zeit, in der ein Server erreichbar ist. 99,9 Prozent erlauben rund 8,8 Stunden Ausfall im Jahr.

vServer, VPS

Ein virtueller Server mit fest zugeteilten Ressourcen, den Sie selbst verwalten.

↑ zurück zu A bis Z

W

Webhosting

Das Mieten von Speicherplatz auf einem Server, der Ihre Webseite rund um die Uhr ins Internet stellt. Ausführlich erklärt unter Was ist Webhosting.

Webmail

Eine Oberfläche, mit der Sie Ihre Mails im Browser lesen.

Webspace

Der Speicherplatz auf dem Server, auf dem Ihre Dateien liegen. Angegeben in Gigabyte (GB).

Weiterleitung 301

Ein dauerhafter Verweis von einer alten auf eine neue Adresse. Besucher und Suchmaschinen landen automatisch auf der neuen Seite. Wichtig bei Umzug und Umstellung auf https.

WHOIS

Eine Abfrage, wem eine Domain gehört. Bei .de-Domains sind die Inhaberdaten wegen des Datenschutzes nicht mehr öffentlich einsehbar.

Wildcard-Zertifikat

Ein Zertifikat, das alle Subdomains einer Domain abdeckt, also etwa shop.ihr-name.de und blog.ihr-name.de zugleich.

↑ zurück zu A bis Z

Z

Zwei-Faktor-Anmeldung

Ein Login mit Passwort und zusätzlich einem Code vom Handy. Schalten Sie sie im Kundenmenü ein, wenn der Hoster sie anbietet. Dann reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht mehr.

↑ zurück zu A bis Z

Ein Tarifblatt mit dem Webhosting Glossar lesen

Fast jedes Angebot nennt dieselben Punkte. Das Schaubild zeigt, was hinter den üblichen Angaben steckt. Jeder Begriff darin steht oben im Webhosting Glossar.

Ein beispielhaftes Tarifblatt mit Webspace, Domain, Postfächern, Datenbanken, PHP, SSL und Backup, jeweils mit einer einfachen Erklärung daneben

Häufige Fragen zum Webhosting Glossar

Muss ich alle Begriffe kennen, um eine Webseite zu betreiben?

Nein. Für den Start reichen Domain, Webspace, Postfach, SSL und Backup. Den Rest schlagen Sie im Webhosting Glossar nach, wenn er Ihnen begegnet.

Was ist der Unterschied zwischen Domain und Webspace?

Die Domain ist die Adresse, der Webspace ist das Grundstück, auf dem Ihre Seite steht. Beides brauchen Sie.

Ein Begriff fehlt. Wo finde ich ihn?

Viele Begriffe sind auf den verlinkten Ratgeberseiten ausführlich erklärt. Das Webhosting Glossar wächst mit diesen Seiten mit.

Vom Begriff zum Tarif

Mit diesem Webhosting Glossar können Sie jedes Tarifblatt lesen. Der nächste Schritt ist der Vergleich: Welche Angaben wirklich zählen und welche nur Werbung sind, zeigt die Checkliste. Wer erst verstehen will, wie Hosting als Ganzes funktioniert, beginnt bei den Grundlagen.

Jetzt die Checkliste zur Wahl des Webhosters öffnen